Erste Herren bezwingen Schirgiswalde

Am vergangenen Samstag hatten die ersten Herren den Tabellenletzten Schirgiswalde zu Gast. Vor guter Kulisse in heimischen Gefilden wollten die TTF ihre weiße Rückrundenweste um jeden Preis verteidigen und durch den kurzfristigen Ausfall von Camillo bot man ungewollt zum ersten Mal in dieser Saison die „ersten Fünf“ auf. Damit sollte einem klaren Erfolg eigentlich nichts im Weg stehen, doch Schirgiswalde präsentierte sich auf alle Fälle nicht wie ein Tabellenletzter.

Da man auch in den Doppeln „aus dem Vollen schöpfen konnte“ bildeten zum ersten Mal in dieser Saison Jan/Thomas Doppel 2, während Stevie/Zille wie gewohnt Doppel 1 bildeten und Kevin/Philip dieses Mal an Doppel 3 ran durften. Während Doppel 1 und 3 mit ihren Kontrahenten Lebelt/Lischke bzw. Jäckel/Simm wenig Probleme hatten und ihre Aufgabe jeweils mit 3:0 lösten, hatten Jan/Thomas mal wieder ihre Probleme sich aufeinander einzustellen. Vier Sätze würgte man hin und her und vor allem die kompromislose Spielweise von Tammer hielt das Gästerdoppel Tammer/Heidan am Leben. Im fünften Satz hatte man sich dann irgendwie gefunden und brachte den Sieg mit einem deutlichen Satzerfolg nach Hause. Die 3:0 Führung wurde im oberen Paarkreuz dann auch weiter ausgebaut. Bei Jan in vier gegen Lebelt ging es dabei um einiges schneller als bei Kevin gegen Tammer. Trotz Problemen beim Rückschlag und den krachenden Angriffsschlägen von Tammer schaffte es Kevin sich einen der ersten drei Sätze zu klauen. Durch ein paar taktische Umstellungen zum vierten Satz lief es dann besser und Kevin übernahm immer mehr die Kontrolle. Zwei klare Satzerfolge bescherten ihm am Ende doch noch den Sieg und den TTF ein 5:0 Führung. In der Mitte auch wieder zwei völlig unterschiedliche Spiele. Stevie hatte mit Jäckel beim 3:0 keine großen Probleme und Thomas quälte sich zu einem Fünfsatzerfolg gegen Heidan. Wer dachte an dieser Stelle wäre dieser Spielverlauf unterbrochen, der irrt. Unten ging es genauso weiter. Zille in vier relativ safe gegen Simm und Philip mit schnellen Beinen und viel Kopf nach 1:2 noch zum 3:2. So stand es auf einmal 9:0 und keiner wusste so richtig warum. Gut gekämpft und kühlen Kopf behalten in den engen Phasen bis hier hin, aber spielerisch war es teilweise für den Einzelnen wenig zufriedenstellend auf Seiten der TTF.

Die zweite Einzelrunde ging dann auch gleich so weiter, wie die erste aufgehört hatte. Doch diesmal nicht, weil Jan nicht überzeugte, sondern weil Tammer einfach sehr gut spielte und auf viele Bälle einfach eine richtig gute Antwort parat hatte. Jan setzte sich am Ende dennoch mit 3:2 durch und Kevin machte es gegen Lebelt nur durch die Satzergebnisse spannend. Am Ende behielt er mit 3:0 die Oberhand und schickte Stevie und Thomas mit einem 11:0 auf die Reise. Mittleres Paarkreuz und wieder gleiches Bild. Stevie recht souverän in vier gegen Heidan und Thomas nicht in Bestform gegen Jäckel. Doch dieses Mal reicht es nicht und endlich durfte Schirgiswalde verdient jubeln. Scheinbar hatten die Gäste nun den Bock umgestoßen, was die engen Spiele betrifft. Während Zille in vier gegen Simm nichts anbrennen ließ, krachten das ein oder andere Mal heftige Rückhandpeitschen auf Philips Tischhälfte. Lischke konnte sich am Ende auch über ein 3:1 freuen und stellte den Endstand von 13:2 her.

Fazit:

Klassisches Spiel Tabellenspitze gegen Tabellenkeller. Wenn du unten stehst hast du halt einfach nicht das Glück. Alle Fünfsatzspiele gingen auf das Konto der TTF. Davon kann sich Schirgiswalde nichts kaufen, es zeigt aber dass die Partie enger war als es das Ergebnis aussagt. Auf unserer Seite muss man aber vor allem auch die Stimmung und den Zusammenhalt hervorheben. Die gegenseitige Unterstützung bis zum Ende war wieder hervorragend. Jetzt ist eine Woche Pause und danach beginnt der Sprint bis ins Ziel. Fünf Spiele stehen noch aus und die Marschroute steht fest. Platz zwei fest im Auge können wir den Tabellenführer Hoyerswerda im letzten Heimspiel vielleicht auch ärgern. Mit der Unterstützung vom Wochenende sollte da was gehen. In zwei Wochen gibt es aber erstmal das Derby gegen Gablenz, wo es die weiße Rückrundenweste zu verteidigen gilt.

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