Sebastian Hartwig sagt Adieu, Adiós,Tschüs und bis bald

Ich glaube zu wissen, es war im Jahre 1996/1997, als ich mich bereits schon ein Jahr als Trainer versucht habe, ehe eine „Horde“ an Kindern die Halle „stürmten“ und wissbegierig die Sportart Tischtennis erlernen wollten. Schon damalig habe ich mich immer wieder gefragt, wie man gezielt alle Komponenten, sprich Athletik, Technik, Kondition und Taktik miteinander verschmelzen kann. Zuvor war es in den Sportarten die ich betrieb irgendwie einfacher, schließlich hatte man einen Trainer, der einen die Dinge beibrachte. Und da ich nun eine völlig neue Sportart ausübte ( spiele aktiv erst seit 1995/1996; zu diesem Zeitpunkt war meine eigentliche Sportart  in Weißwasser nicht im Angebot ), war alles was ich damals tat, eigentlich ein Experiment. Achso zurück, die Horde….. Experiment… (ich war noch in TT-Ausbildung)…. soooo viele Kinder…..Verantwortung…..Freizeitverlust…..Eltern……, Mensch, wenn ich die Kinder auch noch leiden kann könnte es emotional auch schwierig werden…;  ach was, ich erzähle es einfach….. es betrat ein kleiner Junge, wohl proportioniert ( Sorry Basti ) die Halle und war seitdem nicht mehr wegzudenken. Die Rede ist von keinem Geringeren als Sebastian Hartwig.

Zu jedem Training war er da, immer fleißig, immer höflich, nie unfair, halt ein Trainerwunschkind Aller. Er feierte bereits nach kurzer Zeit beachtliche Erfolge in der Schülerkonkurrenz und ließ sein Potential aufblitzen. Über die Bezirksliga der Schüler war er der zweite Nachwuchsspieler nach Maik Bellmann (zu diesem Zeitpunkt war auch Steffi Gottschling im Männerteam), der seine Leistungsfähigkeit bei den Männern beweisen sollte. Aber immerhin war er der jüngste Spieler mit 13 Jahren. Und ich weiß noch genau wie es war; es fiel ein Spieler der damaligen 1.Mannschaft zum ausgerechnet wichtigsten Spiel im ersten Kreisligajahr um den Gewinn des Kreismeistertitels aus. Ich wusste genau wen ich einsetzen musste,… Sebastian Hartwig.

Kodersdorf musste im entscheidenden Spiel die Leistung von Sebastian Hartwig anerkennen, der mit 13 Jahren zwei Einzelsiege zum so wichtigen 8:6 Sieg (Weißwasser wurde vorzeitig Kreismeister) beisteuerte. Damit waren die Weichen gestellt, Sebastian war seitdem ein fester Bestandteil der 1.Herren und begleitete sie seitdem ununterbrochen bis zum Aufstieg in die 1.Bezirksliga. In all den Jahren habe ich nur eine Durststrecke von ihm erlebt, ja ausgerechnet im Jahr der 1.Bezirksliga. Aber seine Erfolge, sein Ehrgeiz und all sein Tun überschattet den Hänger.

Lange Zeit habe ich mich immer wieder gefragt, wie gestaltest du einen Abschied eines Sprößlings, der dich so lange begleitet hat und letztendlich ans Herz gewachsen ist. Ich weiß es bis heute nicht, zumal die Verdrängung eines solchen Aktes immmer wieder Besitz ergreift. Aber letztendlich hat sich Sebastian entschließen müssen, aufgrund der fehlenden Perspektiven in Weißwasser die Stadt zu verlassen. Eine würdige Abschiedsfeier wurde ihm bereits zuteil. Irgendwie habe ich das Gefühll, und ich musste es bereits einige Male erleben, dass mein Herz anfängt zu weinen, wenn ich einem meiner „Kinder“ verliere.

Ich sage Danke für die Jahre, sage nicht Adieu, Adiós und Tschüs, sondern Auf Wiedersehen, Viel Glück, Viel Gesundheit, Alles Gute und Standfestigkeit im neuen Lebensabschnitt!! Und ich sage, du wirst immer willkommen sein und hoffe inständig wie viele, dass du vielleicht doch noch einmal das Trikot der TTF Weißwasser tragen wirst…….. Machs gut Basti…..